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HypoVereinsbank strat. Neuausr.


21.01.2005
Ad hoc

Aufgrund der anhaltend schwierigen Situation auf den deutschen Immobilienmärkten hat der Vorstand der HVB Group (ISIN DE0008022005 / WKN 802200) eine strategische Neuausrichtung für das Geschäftsfeld Deutschland beschlossen. Um einen beschleunigten Abbau der Risiken zu ermöglichen, werden risikobehaftete Immobilien-Altengagements gebündelt und marktfähig gemacht. In der kommerziellen Immobilienfinanzierung werden die Vergabekriterien nochmals verschärft. Die private Immobilienfinanzierung bleibt wie bisher integraler Bestandteil des Produktangebots der Bank. Diese Maßnahmen werden auch zu einer Freisetzung von Ressourcen führen und eröffnen der HVB Group die Möglichkeit, Marktchancen bei einer deutlich höheren Profitabilität im Geschäftsfeld Deutschland zu nutzen.

Die Sanierungsbestände des gesamten deutschen Immobilienfinanzierungsgeschäfts der HVB AG werden in das neue Segment "Real Estate Restructuring" überführt. Dieses wird ein Volumen von etwa 15 Mrd EUR umfassen. Ziel ist es, die dem Geschäftsfeld Real Estate Restructuring zugeordneten Portfolien marktschonend unter Berücksichtigung verschiedener Optionen sowie der sich aus der weiteren Entwicklung der Immobilienmärkte ergebenden Chancen vollständig abzubauen. Die Verantwortung für diesen Abbau übernimmt im Vorstand mit seinem Eintritt Johann Berger.

Um einen zügigen Abbau dieser Portfolien zu ermöglichen, ist eine Änderung der Bewertungsmethode für den Ansatz dieser Immobiliensicherheiten erforderlich. Abweichend vom bisherigen Vorgehen, das in vielen Fällen auf eine - auch längerfristige - Sanierung der einzelnen Engagements mit anschließender Rückführung ins Normalgeschäft ausgerichtet war, erfolgt nunmehr eine Bewertung zu Liquidationswerten. Die Bewertungsänderung erhöht die Marktgängigkeit der Bestände mit dem Ziel einer schnelleren Eigenkapitalfreisetzung sowie der Refinanzierungs- und Kostenentlastung.

Um der geänderten Bewertungsmethode Rechnung zu tragen und zur Ermöglichung eines verlustfreien Abbaus auch durch Veräußerungen, wird das Segment mit einer Sonderwertberichtigung von 2,5 Mrd EUR abgesichert. Dies führt zu einem signifikanten Anstieg der Abschirmungsquote.


Infolge der geänderten Bewertung dieses Immobilienportfolios rechnet die HVB Group bereits in diesem Jahr mit einer deutlich reduzierten, normalisierten Kreditrisikovorsorge von ca. 1,3 Mrd EUR. Insgesamt plant die HVB Group 2005 eine Eigenkapitalrentabilität nach Steuern zu erreichen, die etwa der Höhe ihrer Kapitalkosten entspricht. Die Kernkapitalquote wird im Konzern zum Jahresende 2004 bei ca. 6,0% liegen. Sie soll möglichst schnell durch Thesaurierung wieder spürbar erhöht werden.

Dieter Rampl, Sprecher des Vorstands der HVB Group: "Wir entlasten künftige Ertragsrechnungen in erheblichem Umfang. Die HVB Group kann ihre Ressourcen jetzt voll auf ihr profitables Kerngeschäft konzentrieren. Damit schaffen wir wesentliche Voraussetzungen zum zügigen Erreichen eines wettbewerbsfähigen Profitabilitätsniveaus und zur Stärkung unserer Thesaurierungskraft. "

Die Sonderwertberichtigung wird im Konzernabschluss 2004 berücksichtigt und zu einem entsprechenden Verlustausweis führen. Zusätzlich wird die HVB Group im Jahresabschluss 2004 eine Restrukturierungsrückstellung im Zusammenhang mit dem angekündigten Effizienzsteigerungsprogramm im Umfang von insgesamt 250 Mio EUR buchen. Die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2004 muss entfallen. Die HVB wird jedoch alle Nachrangverbindlichkeiten (Genussschein- und Hybridkapital) wie gewohnt in vollem Umfang bedienen.

Einzelheiten zum Jahresabschluss 2004, zur Separierung von Real Estate Restructuring und zu den mit dem Effizienzsteigerungsprogramm verknüpften Synergieeffekten wird die HVB Group am 24. Februar mit Veröffentlichung der Eckdaten zum Jahresabschluss bekannt geben.

Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG Am Tucherpark 16 80538 München Deutschland.




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